Mein Freind, da oide Pepi,
is im Dezemba imma heppi.
Weu do kummt sei große Stund
und des hot an b’sondren Grund.

Vurmittog kurz zum Brauntweina,
auf a Bier und a Käsekreina,
weu des bringt a guats G’füh,
des Kramperlspün is sei Zü‘.

Da Pepi braucht fir sei G’sicht,
a Teiflslarvn des is Pflicht.
Zwa Herndln und a Ruatn,
olle drei ois Konvolutn.

Des anzige wos er no braucht,
is a Fö und des is gebraucht.
Durchlechert von di Mottn,
jeds Joar fressn’s di „Falottn“.

Jetzt geht da Pepi ois Kramperl,
zu sein Wirt’n auf a Stamperl.
Weu durt trifft a den Nikolo,
sein Nochboar namens Joe.

Da Joe der is kla und dirr,
und redt a bissl wirr.
Zwa Obi g’spritzt hot er intus,
hupft umadum, weu er Lulu muss.

Da Joe des Manderl, dünn und zoart,
hot si umg’hängt an weissn Boart.
Sei Nikolokostüm de is a Gedicht,
des hot no sei Ex z’sammengricht‘.

Da Pepi sogt zum Joe: is des a Segn,
heit wern ma di G’schroppn „hegn“.
Mir hoitn nix von di neichn Modn
und deran psychologischn Methodn.

Und so mochn si di zwa auf’n Weg,
mit Tschoklad und Feingebäck.
um di Kinda a zu belohnan,
durt wo si im 10. wohnan.

Jetzt’n wo die Gemeinde W. in ihrn Wauhn,
die Naumansschüda aussegnumma haum,
wiss ma nimma wer da wohna kennt,
weu Nethiesige kennan kan Advent.

Oiso pockmas sogt da Pepi zum Joe,
jetzt gemma uns di Niko-Kramperlshow.
Mia klingln bei ana Tir und hearn,
a Masse G’schroppn plärn.

Hinta da Tir ruafn pletzlich olle Ane, Ane,
von denan G’schropp’n Sprochorgane.
Da Joe sogt zum Pepi:
Oida des wird net heppi.

Do hauma bei de Foischn g’leit,
des wird fir uns ka schene Zeit.
Pletzlich wird di Tir aufg’rissn
und glei wieda zuag’schmissn.

Scheinbor haumas daschreckt,
weu mia san fir d’Leit suspekt.
Di glaubn, mir san übrigbliebn,
von den Halloween Umtriebn.

So mochma uns leise auf di Sockn
und suachn a aundre Tir mit Glockn.
Auf ana Tir is a Nummanschüdl
und obahoib pickt a Englsbüdl.

Da Pepi: i glaub do san ma richtig,
unsa Bsuach do is voiwichtig.
Nochn leitn effnet a oida Mau sei Tir,
rülpst und trinkt aus ana Floschn Bia.

Sogt: wos woits ihr g’spassign Deppen,
woits di Wöd mit eichan Gwandl rettn?
Krampus und Nikolo di gibts nimmamehr,
schauts eich um, jetzt gibts a Trendumkehr.
Daunn sogt a: i wär so glicklich, war i nur,
no a anzigs Moi a klana Bua.

Sprochlos sama von dannan zogn,
vielleicht is di Wöd wirklich valogn.
Trotzdem gebmas heit net auf,
des wär fir uns Leerlauf.

Wi mia zwa auf da Gossn so senieren,
sogt ana zu uns: i kennt eich ane schmiern.
An Schock kennan di Kinda kriagn,
i kaunn’s ohne Krampus a erziagn.

Mia hoitn uns z’ruck, es sunst passiert,
dass der Mau von uns a Feigerl kassiert.
Weu das net ollas, wos ma treibt,
fir uns daunn stroflos bleibt.

Da Joe: a Haus werma no auvisiern,
Wo di Nauman no di Tirn ziern.
Mir leitn bei an au, di Tir geht auf,
a Bua: Papa, do san zwa vom Perchtnlauf.

Es muaß doch a Famülie gebn,
di christlich is, in ihrn Bestrebn.
Wo di klan Kinda no an uns glaubn,
und di Ötern erna des net raubn.

Is des net sche, dass maunche Leit,
an altn Brauch no pflegn heit?
A da Krampus mit sein Schwaf,
frogt di Kinda: woards a olle brav?

Da Nikolo vateut daunn volla Freid,
Niss, Feign und a Tschoklad an di Leit.
Und die liabn Augn von di Kinda,
san so groß, wie von di Rinda.

Wos is des heit fir a Zeit,
do kummt uns auf, a Üblkeit.
Wenn’s boid des Christkind nimma gibt,
is da Hohoho Weihnochtsmau mehr beliebt.
Daunn kumman womeglich di Schlaun
und werdn si no an offanan Kamin baun.

A KindagärtnerInnan wern jetzt entlossn,
wenn’s übers Christkind redn, es is net zu fossn.
Do san maunche immense Trottln wurn,
denan sama ausg’liefert, mir haum valurn.

Da Pepi sogt zum Joe: heia is des letzte Mal,
unsa oide Rass‘ stirbt aus und des radikal.
Boid wirds kan Krampus und Nikolo gebn,
wenn ma a Pech haum, wernmas no dalebn.